DIE VEREINSFÜHRUNG:

1. Kommandant Frank Wickles 1. Kommandant Frank Wickles

2. Kommandant Michael Zahn 2. Kommandant Michael Zahn

1. Vorstand Sophie Hofman 1.Vorstand Sophie Neubauer 

2. Vorstand  Christian Lindner 2. Vorstand Christian Lindner

1. Kassier
Andreas Zeilmann 1. Kassier
Andreas Zeilmann

2. Kassier
Florian Herzing 2.Kassier
Florian Herzing

Schriftführer
Annika Zahn Schriftfüher
Annika Zahn

Gerätewart Otto Polster Otto Polster
Gerätewart Lukas Hofmann Lukas Hofmann

Atemschutz
Andreas Brendel

Andreas Brendel

 

DIE CHRONIK DER WEHR:

Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Kirchahorn

Der 125. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Kirchahorn ist für den Chronisten Anlass, der Gründer und der vielen verdienstvollen Mitglieder zu gedenken und an bedeutende Ereignisse aus der langen Vereinsgeschichte dieser Wehr zu erinnern.

Am 21. September 1878 trafen sich im Kirchahorner Gasthaus „Zum Silbernen Lamm „ Besitzer Georg Thiem, 30 selbstbewusste und tatkräftige Männer, um die Freiwillige Feuerwehr Kirchahorn zu gründen. Die Gründungsmitglieder stammten aus der gesamten politischen Gemeinde mit den Ortsteilen Weiher, Zauppenberg und den Einöden Rabenstein, Klausstein, Schweinsmühle, Wünschendorf und Dentlein. Die im Oktober 1878 verfassten 14 Statuten machten es dieser Gemeinschaft u.a. zur Aufgabe, „sich in Handhabung der Feuerlöschgeräte und im Retten bei Unglücksfällen fleißig zu üben, um... durch geordnetes Zusammengreifen das Feuer auf seinen eigenen Herd beschränken und dämpfen zu können“.

Die Mitglieder schufen eine Organisation, die die Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr sorgfältig auf einzelne Gruppen und Personen übertrug. So gab es das Amt des Hauptmanns, des Adjutanten, der Zugführer, des Requisitenmeisters und des Hornisten. Vorstand, Vorstandschaft und Vereinsausschuss verstehen sich von selbst. Die damals so ganz andersartige Feuerbekämpfung wird sichtbar in speziellen Tätigkeiten wie der Steigergruppe, der Spritzenmannschaft und der Retter. Bei dieser Funktionsverteilung stiegen die Langgewachsenen, retteten die Kräftigsten und pumpten die Kleinsten.

Für den Ernstfall stand der Wehr eine Handdruckspritze zur Verfügung, in deren Behälter das Wasser noch mit Eimern eingefüllt werden musste. Ab 1896 arbeitete man schon mit einem Modell, bei dem durch Handpumpbetrieb zugleich angesaugt und gespritzt werden konnte. Diese Spritze ist noch heute im Besitz der Wehr, sie wird bei Hochzeiten und anderen Gelegenheiten gebraucht.

Die Stammliste weist über Jahrzehnte hinweg Namen aus allen Schichten und Berufszweigen auf Bürgermeister und Tagelöhner, Lehrer, Dienstknechte und Landwirte bekämpften gemeinsam das Feuer. Die Gründungsstatuten von 1878 sind u.a. unterzeichnet vom damaligen Bürgermeister Engelbrecht und dem Ersten Kommandanten der Wehr, Friedrich Fuchs aus Wünschendorf Die im Jahre 1896 im Gasthaus Hönig angelegte Stammliste wird angeführt von Georg Haas als Bürgermeister und Adam Zeilmann als Kommandant, beide aus Kirchahorn. Nach der Jahrhundertwende kommandierte der energische Georg Brendel aus Weiher, der beim königlichen Leibregiment gedient hatte, seine Wehr mit militärischem Drill. Das entsprach durchaus dem Geist dieser Zeit, während sein Adjutant, der Mozzen Andres aus Kirchahorn, sich ziviler gab.

Die erste große Bewährungsprobe für die Wehr sollte kommen, als im Jahre 1899 bei den “Rothenleuten“ in Hannberg ein Feuer ausbrach, bei dem die halbe Ortschaft in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bis zur Schweinsmühle wurde die Spritze geschoben, von dort wurde sie mit dem Ochsengespann des Schweinsmüllers auf die Anhöhe gezogen, von der man sie mit großem Kraftaufwand eilends nach Hannberg zum Brandherd brachte. Einige Jahre später galt es im Herbst in Poppendorf beim “Klanbauern" zu löschen, als dort beim Dreschen ein Feuer ausgebrochen war. Diesmal mussten die Wehrmänner die Spritze nur bis Christanz schieben, von dort beförderte sie der "Schneidersteffa" mit seinem Pferdegespann weiter nach Poppendorf.


Mit dem 1. Weltkrieg kamen andere Sorgen auf unsere Dörfer zu. Bereits am 6. Okt. 1914 starb der Feuerwehrmann Johann Pfaffenberger aus Kirchahorn an der Westfront den Soldatentod. Die Stammliste weist für diese Zeit schwere Schicksale aus. Viele verdienstvolle Kameraden unserer Wehr kehrten nicht zurück, ihre Namen sind gestrichen mit dem Zusatz „gefallen in…“. Neuaufnahmen in die Feuerwehr gab es in den Kriegsjahren 1914 -18 nicht mehr. Nach einer bezirksamtlichen Verfügung musste ein Notdienst aufrechterhalten werden, für den der damalige Bürgermeister Richter verantwortlich war.

Erst am 1. April 1919 konnte sich die Freiwillige Feuerwehr Kirchahorn neu formieren. 10 Mitglieder hatten den Krieg überlebt, 9 junge Leute traten ihr bei, Kommandant wurde Johann Lodes aus Weiher. Diese Wehr kam zum Einsatz, als 1920 auf dem Gutshof in Rabenstein der Scheunentrakt niederbrannte und 1927 in der Schweinsmühle, wo man ebenfalls einen Scheunenbrand zu bekämpfen hatte.

Der 2. Weltkrieg forderte erneut einen hohen Blutzoll. Wiederum mussten nur zu viele Wehrmänner ihr Leben geben auf den Schlachtfeldern dieses Krieges.

Der Wiederaufbau der Wehr wurde durch die Kommandanten Pfaffenberger / Fuchs und Pfeufer / Pfaffenberger geleistet. In ihre Zeit fällt die Anschaffung des ersten Motorfahrzeuges. Es war der alte "Opel Blitz", der gebraucht gekauft und von der Wehr umgebaut wurde. Eine TS 8/8 der Fa. Rosenbauer stand der Feuerwehr bereits zur Verfügung. Der Kreisfeuerwehrtag 1954 war allerdings zum Leidwesen seiner Veranstalter total verregnet.

Mit der Wahl von Michael Engelbrecht zum 1. Kommandanten und Hans Herzing als seinen Stellvertreter wurde im Jahre 1958 ein neuer Aufschwung eingeleitet. Schon 1959 konnte das Gerätehaus in der Dorfmitte fertiggestellt werden. Im Jahre 1964 wurde ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit einer TS 8/8 angeschafft. Diese Leistungen waren nur zu erbringen, weil sich der damalige Bürgermeister Georg Pfeufer und seine Gemeinderäte jederzeit aufgeschlossen für die Belange der Feuerwehr zeigten.

Im Zuge der Gebietsreform wurde im neuen Landkreis Bayreuth auch das Feuerschutzwesen technisch verbessert und neu organisiert. Entsprechend dieser Entwicklung wurde Kirchahorn zur Stützpunktwehr für das Ahorntal. Am 6. Oktober 1976 wurde das neue Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 von der Gemeinde an die Feuerwehr Kirchahorn übergeben. Zuvor war das Gerätehaus in mehr als 500 Arbeitsstunden unentgeltlich renoviert und erweitert worden.

Das 100-jährige Gründungsfest mit Fahnen- und Fahrzeugweihe vom 25.-28. Mai 1978 war ein einmaliger Erfolg. Die Jubiläumswehr war für das Fest bestens vorbereitet. Ihre Mitgliederzahl belief sich einschließlich passiver und Ehrenmitglieder auf 81 Mann. Über 75 Vereine beteiligten sich am Festzug durch den geschmückten Ort. Vier Musikkapellen sorgten für den richtigen Schritt und begeisterten die zahlreichen Zuschauer.

Aber auch die Ausbildung wurde nicht vernachlässigt. Bei vielen Übungen und Leistungsprüfungen wurden die Kenntnisse unter Beweis gestellt. Bei den Neuwahlen im Herbst 1978 wurde Hans Zeilmann als 1. Kommandant und Albin Zahn als sein Stellvertreter in die Führung der Feuerwehr Kirchahorn berufen. Für seine großen Verdienste wurde Michael Engelbrecht 1979 zum Ehrenkommandanten ernannt. Eine ähnliche Ehrung erfuhr der langjährige Kassier Georg Plank


Auch der 110. Geburtstag im Jahre 1988 wurde groß gefeiert. Von der Gemeinde wurden im Schutzbereich 3 unterirdische Löschbehälter installiert. Die Aufgaben der Wehren veränderten sich. Immer mehr technische Einsätze mussten bewältigt werden. So wurden im Jahre 1991 Gerätschaften zur Technischen Hilfeleistung angeschafft. Auch die Funkausrüstung wurde verbessert. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde konnte die Ausbildung und die Ausrüstung unserer Wehr weiter voran gebracht werden. Seit 1996 leitet Albin Zahn die Geschicke unserer Wehr. Er wird von Harald Bauer als Stellvertreter unterstützt. Aber auch viele aktive Mitglieder setzen sich in bewährter Art und Weise für die Belange der Feuerwehr ein. So mussten Einsätze in Köttweinsdorf und Körzendorf bei zwei Scheunenbränden und in Oberailsfeld bei einem Gewittersturm und schwerer Überschwemmung geleistet werden. Vor allem aber wurde die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren im Ahorntal verstärkt. Im Dezember 1996 konnte die Feuerwehr Kirchahorn ein neues Mehrzweckfahrzeug in Dienst stellen. Mit Zuschüssen vom Staat und vom Landkreis, aber auch mit einem großen Anteil aus der Vereinskasse wurde dieses Fahrzeug von der Gemeinde Ahorntal gekauft. Seit April 1997 bildet die Freiwillige Feuerwehr Kirchahorn zusammen mit Körzendorf und Oberailsfeld den 23. Löschzug im Landkreis Bayreuth.

In der Zeit vom 3. - 6. Juli 1998 feierte die Wehr ihr 120 jähriges Jubiläum. Gleichzeitig wurde der Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Bayreuth mit über 140 teilnehmenden Vereinen ausgerichtet. Im Rahmen des Festkommers wurde der langjährige 1. Kommandant Hans Zeilmann mit dem bayerischen Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet sowie zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr ernannt. Bei dieser Veranstaltung zeigte sich auch die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem Sportverein Kirchahorn, auf dessen Gelände das Fest durchgeführt wurde.

Die Jahre 2001 mit dem Schneechaos sowie das Jahrhunderthochwasser 2002 in Sachsen haben uns wieder einmal gezeigt, dass ohne den Einsatz freiwilliger Kräfte solche Naturkatastrophen nicht bewältigt werden können. Auch die Freiwillige Feuerwehr Kirchahorn hat ihren Teil zur Bewältigung dieser Katastrophen beigetragen.

Kameradschaft, Mitverantwortung und die Bereitschaft zu helfen sind die Grundwerte unserer Wehr. Im Rückblick auf die 125 jährige Geschichte waren dies immer die herausragenden Elemente. Nur wenn sie diese Werte auch in Zukunft hochhält, wird ihr Ansehen und ihr Nachwuchs gesichert sein.

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BILDER-GALERIE:

 

 

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